Auf Streife im Hamburger Rotlichtviertel. Seit über 30 Jahren ist hier die Straßenprostitution verboten. Trotzdem verkaufen viele Frauen hier täglich ihren Körper. Schluss mit dem Strich in St.-Georg fordert nun eine Anwohner-Initiative. Und die Stadt-Verwaltung macht ernst. Nicht nur die prostituierten, wie Anja, auch ihren Freiern droht jetzt ein Bußgeld von maximal 5000 Euro. Das Problem ist nun, das kaum noch Freier da sind. Freier haben Angst, sodass sich die Sex-Szene in Kneipen und Bars rund u m das Viertel verlagert.
Anwohner hingegen finden hohe Strafen für Straßenprostitution in Hamburg in Ordnung. Dass Prostitution in Deutschland grundsätzlich erlaubt ist, findet die Mehrheit Okay. Das Milieu vor dem Fenster haben will aber kaum einer. Dazu sind die Mieten zu teuer im Bahnhofsviertel St.-Georg.
St. Georg hat sich deutlich gewandelt, die Mieten sind gestiegen und so nehmen auch die Beschwerden der Anwohner zu, die den Lärm und den Anblick der Nutten nicht ertragen wollen. Es ist ein Zielkonflikt aus Prostitution und Wohnen. Und so erteilen Zivilpolizisten Platzverweise an unschuldige Nutten, Huren und Ladies. Doch das Sex-Gewerbe gibt es hier seit rund 200 Jahren und daran werden auch Bußgelder nichts ändern können.